Wie alles begann
 
 
Teil 1   1873 - 1918 Chronologische Übersicht
Teil 2   1918 - 1932 
Teil 3   1932 - 1945 demnächst hier
Teil 4   1945 - 1969 demnächst hier
Teil 5   1969 - 1984 demnächst hier
 

Das hat Audi vielen Automobilherstellern voraus :
Eine Vergangenheit
 
 

Chronologische Übersicht  Teil 2 von 1918 - 1932
 
NSU
 

1921
Die Automobile von NSU weisen markante neue Konstruktionsmerkmale auf: Spitzkühler, Vierradbremse sowie elektrische Licht- und Anlasseranlage kennzeichnen die Motorwagen aus Neckarsulm.

1923
Beim Avus-Kleinauto-Rennen holen sich die drei gestarteten NSU-Automobile 5/15 PS die ersten drei Plätze. Motorräder bilden den Schwerpunkt der Fahrzeugproduktion. Alle fünf Minuten wird ein Fahrrad fertiggestellt, alle 20 Minuten ein Motorrad, alle zwei Stunden ein Auto.

1924
Der Kettenantrieb bei den Motorrädern setzt sich gegenüber dem Riemenantrieb immer mehr durch, insbesondere bei den Sportmodellen mit vier, sechs und acht PS. Zwei NSU-Automobile 5/15 PS mit
Kompressor sind wiederum überlegene Sieger auf der Berliner Avus-Rennbahn.

1925
Beim ersten >Großen Preis von Deutschland für Sportwagen< geht der Prototyp eines NSU-Sechszylinders mit Kompressor (1,5 Liter Hubraum, 60 PS) an den Start und gewinnt gegen die hochfavorisierte Konkurrenz
von Mercedes, Bugatti und NAG den ersten Platz.

1926
Auf der Avus belegen die vier gestarteten NSU-Sechszylinder-Kompressorwagen beim deutschen Grand Prix die ersten vier Plätze in der 1,5-Liter-Klasse. Dabei fährt Sieger Klöble über die Distanz von 400 Kilometer einen Schnitt von 128,8 km/h.

1927
NSU führt als erstes deutsches Werk das Fließband im Motorradbau ein.

1928
Die neuen Sechszylinder-Tourenwagen 6/30 PS und 7/34 PS, die ersten deutschen Sechszylinder ihrer Leistungsklasse, kommen auf den Markt. Die Karosserien bauen, wie bei fast allen NSU-Automobilen dieser Zeit, die Spezialfabrik Drauz in Heilbronn und die Karosseriewerke Weinsberg. Für lange Zeit sind sie die letzten NSU-Autos. NSU nimmt die mit 1.673 Metern längste Einfahrbahn Deutschlands in Betrieb.

1929
Die Weltwirtschaftskrise zwingt das Werk, den Automobilbau einzustellen. Die Produktionsanlagen werden an Fiat verkauft. Unter Führung von NSU Verkaufsgemeinschaft für Motorräder mit Wanderer. Als Chefkonstrukteur für Motorräder wird Walter William Moore aus England gewonnen und mit der Durchführung des Rennprogramms beauftragt. Der englische Fahrer Tom Bullus gewinnt den >Großen Preis von Deutschland< für Motorräder auf seiner neuen 500er NSU SS Supersport mit Königswellenmotor, einem Meisterstück der Motorradtechnik. Sie ist die schnellste deutsche Maschine ihrer Zeit.

1931
Mit dem Motorfahrrad >Motosulm< leistet NSU einen Beitrag zur Volksmotorisierung. Ein solides Mofa für Damen und Herren für wenig Geld, mit 63 ccm Hubraum, 1,25 PS Leistung, einem Einzylinder-Zweitaktmotor und 35 km/h Spitze.

1932
Durch die Loslösung des Unternehmens vom Fiat-Konzern erhält NSU seine Unabhängigkeit zurück. Der Markenname >NSU< für Automobile verbleibt aber bei Fiat. Das Fertigungsprogramm umfaßt Motorräder,
Fahrräder, Fahrräder mit Hilfsmotoren und Einzelmotoren. Im Bestreben, den Absatz von Motorrädern zu steigern, wird im August unter Führung von NSU mit der>Deutsche Industriewerke AG< in Berlin eine
Fabrikations- und Verkaufsgemeinschaft gegründet. Der Firmenname ändert sich in >NSU D-Rad Vereinigte Fahrzeugwerke AG<. Das neue Firmenemblem: >NSU D<.
 
 

Wanderer

1920
Die Continental-Addier- und Subtrahiermaschine kann jetzt auch mit elektrischem Antrieb gefertigt werden.

1921
Die erste Wanderer-Einfachfräsmaschine wird vorgestellt

1923
Wanderer präsentiert den Kraftwagen mit 6/24-PS-Motor.

1924
Die Wanderer Werke erscheinen mit einem Zweizylinder-Motorrad auf dem Markt. Das 4½-PS-Modell besaß Kickstarter, 3-Gang-Getriebe und Kettenantrieb.

1925
Der zwei- und dreisitzig gebaute 5/15-PS-Wagen wird vom neuen viersitzigen 5/20-PS-Typ W 8 abgelöst.

Im Fahrradbau wird eine Montagebahn als erste deutsche Einrichtung dieser Art in Betrieb genommen.

1926
Als erstes Wanderer-Automobil mit Linkssteuerung und Vierradbremse erscheint der Wanderer 6/30-PS-Typ W 10 mit 1,55-Liter-Vierzylinder-Motor, der in den folgenden Jahren das Rückgrat der Wanderer
Automobilproduktion bilden wird.

1927
In Siegmar bei Chemnitz wird ein neues Werk errichtet, in das nach und nach der Automobil- sowie der Werkzeugmaschinenbau überwechseln

1928
Die Automobil-Ausstellung in Berlin erlebt die Premiere des neuen Typs W 11 mit Sechszylinder-10/50-PS-Motor.

Die ersten Wanderer-Wagen verlassen das neue Werk in Siegmar.

1929
Der Wanderer-Doppelflügel wird als Warenzeichen gesetzlich geschützt.

1930
Zwei neue preiswerte Modelle mit den Namen >Vulkan< und >Wanderer-Vulkan< lassen das Fahrradgeschäft ansteigen.

1932
Unter Beibehaltung ihrer wirtschaftlichen und juristischen Unabhängigkeit treten die Wanderer-Werke ihre Automobilabteilung an die neu gegründete Auto Union AG ab, in der sich schon Horch, Audi und DKW zusammengeschlossen haben.
 
 

Horch

1925
Die Verdopplung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr sowie weitere Investitionen in aufwendige Werkzeugmaschinen signalisieren, daß die wirtschaftliche Flaute der zurückliegenden Jahre überwunden ist.

1926
Das Unternehmen präsentiert den Horch 303 mit dem ersten in Deutschland serienmäßig gefertigten Achtzylinder-Motor.

William Werner tritt als technischer Direktor in die Dienste der Horch-Werke.

1927
Der geflügelte Pfeil, ein Entwurf von Professor Hadank, ziert als Kühlerfigur die neuen Horch-8-Modelle. Modernste Werkzeugmaschinen erlauben eine rationellere und präzisere Fertigung.

1930
Der von Fritz Fiedler überarbeitete Horch-Achtzylinder-Motor erscheint erstmals im Horch Typ 500.

Die Horch-Werke errichten einen eigenen Karosseriebau.

1931
Zum Pariser Salon im Herbst des Jahres stellen die Horch-Werke ihr Spitzenmodell, den Horch Zwölfzylinder Typ 670, vor.
 
 

DKW

1919
Ein kleiner Zweitakt-Motor für Spielzeuge erhält die Bezeichnung >Des Knaben Wunsch<. Aus ihm wird ein Motor für stationären Betrieb und Einbau in Fahrräder sowie in Fahrzeuge fremder Fabrikate entwickelt.

1921
Mit dem DKW-Fahrrad-Hilfsmotor gelingt der Durchbruch des Zweitakters im Motorradbau.

Das DKW-Sesselrad-Modell >Golem< entsteht.

1922
Das Modell >Golem< wird von der verbesserten Ausführung >Lomos< abgelöst.

Dr. Carl Hahn tritt als Verkaufsleiter in die Firma ein.

1924
DKW führt als erste deutsche Motorradfabrik das Ratengeschäft ein.

Der Gedanke an ein Automobil mit Zweitakt-Motor nimmt konkrete Formen an.

1926
Der 100.000. Motor verläßt die DKW-Fertigung.

Die Motorrad-Modellpalette umfaßt jetzt eine 200er, eine 250er, eine 300er und eine neue 500er.

1927
Aus dem DKW Motorrad E 200 entsteht die DKW >Blutblase<.

Eine interessante Lösung zur breiten Motorisierung der Kleingewerbetreibenden ist der dreirädrige Framo Transportwagen.

1928
Die ersten DKW-Serienwagen kommen auf den Markt: ein Zweisitzer Roadster und ein Dreisitzer Cabriolet Typ P 15. Sie werden von dem bis dahin im Automobilbau undenkbaren Zweitakt-Motor angetrieben.

1929
Die Fahrer Klein, Zündorf und Geiss gewinnen mit ihren 500er DKW-Sportmaschinen die Targa Florio.

1931
Die Berliner Automobilausstellung erlebt das erste Serien-Automobil mit Frontantrieb: den DKW F1.
 
 

Audi

1920
August Horch scheidet aus dem Vorstand des Unternehmens aus und wird in den Aufsichtsrat gewählt.

1921
Neues 14/50er-Modell, bereits mit einem Aluminium-Zylinderblock mit eingepreßten Laufbüchsen, mit Getriebe-Kugelschaltung und mit Vierradbremse versehen.

1923
Einführung des Typs M, eines 24.000 Mark teuren Automobils mit Sechszylinder-Reihenmotor, 70 PS, 4.655 ccm Hubraum. Höchstgeschwindigkeit 120 km/h.

Dieser 18/70-PS-Seehszylinder ist das Glanz- und Paradestück des Berliner Autosalons.

Audi beginnt seine Fahrzeuge mit Vierradbremsen auszurüsten.

1924
Aus einem Gestaltungswettbewerb geht das Audi-Zeichen hervor: die >1<.

1925
Eine schwere finanzielle Krise macht einschneidende Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Eine Angliederung von Audi an die Horch-Werke ist im Gespräch.

1928
Bau des 19/100 PS, Typ R, Achtzylinder-Reihenmotor, der später unter dem Namen >Imperator< angeboten wird.

J.S. Rasmussen (DKW) erwirbt die Aktienmehrheit der Audi-Werke AG.

1929
J. S. Rasmussen übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat.

Bau des Modells >Zwickau< in den Versionen S und SS.
Daten: Achtzylinder-Reihenmotor (Lizenz Rickenbacker), 80 bzw. 100 PS bei 3.000 U/min.

1930
Bau des Modells >Dresden< mit Sechszylinder-Reihenmotor, 75 PS, 3.838 ccm.

Quelle: AUDI AG "Rad der Zeit"
 

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