Teil
1 1873 - 1918 Chronologische Übersicht
Teil
2 1918 - 1932
Teil
3 1932 - 1945 demnächst hier
Teil
4 1945 - 1969 demnächst hier
Teil
5 1969 - 1984 demnächst hier
Das
hat Audi vielen Automobilherstellern voraus :
Eine
Vergangenheit
Chronologische Übersicht Teil 1 von 1873 - 1918
NSU
1873
Christian Schmidt
und Heinrich Stoll übernehmen in Riedlingen/Donau eine mechanische
Werkstatt für Strickmaschinen.
1880
Christian Schmidt
trennt sich von seinem Geschäftspartner Stoll und sucht einen geeigneteren
Platz für seinen Betrieb. Er zieht nach Neckarsulm im schwäbischen
Unterland.
1884
Die Familie von
Christian Schmidt, der im gleichen Jahr stirbt, gründet die Aktiengesellschaft
Neckarsulmer Strickmaschinenfabrik Direktor der Firma wird Gottlob Banzhaf.
1886
Das Fahrrad, das
seinen Siegeszug um die Welt antritt, wird in die Produktion aufgenommen.
1888
Der erste Beitrag
zum Automobilbau: aus Neckarsulm kommen die Fahrgestelle für den ersten
vierrädrigen Daimler- den legendären >Daimler-Stahlwagen<.
1892
Drei dem Ortsnamen
Neckarsulm entlehnte Buchstaben werden zum Markenzeichen NSU.
1901
Das Geburtsjahr
der NSU-Motorräder. Die Firma wird zum Bahnbrecher für das motorisierte
Zweirad.
1905
Das Geburtsjahr
der NSU-Automobile. Der erste Wagen ist ein Lizenzbau des belgischen Pipe-Wagens.
Pipe zählt um die Jahrhundertwende zu den Herstellern von Luxuslimousinen.
Die Motoren haben Leistungen von 28 bzw. 50 PS.
1906
Die ersten >Original
Neckarsulmer Motorwagen< verlassen die Fabrik. Der erste eigene Schritt
im Automobilbau ist getan. Die beiden Modelle leisten 10 und 24 PS.
1908
Zur Berliner Automobil-Ausstellung
bringt NSU drei Typen heraus: den 6/12 PS, den 8/15 PS und den 10/20 PS.
Alle Modelle haben Vierzylinder-Reihenmotoren, paarweise zusammengegossene
Zylinder, einen T-Kopf mit seitengesteuerten Ventilen und Baggerschmierung.
1909
Die Motorsportwelt
meldet zwei Sensationen. Alle drei teilnehmenden NSU-Wagen beenden die
über 1.836 Kilometer führende >Prinz-Heinrich-Fahrt< ohne
jede Panne. In den USA fährt Otto Lingenfelder auf einer 7,5 PS starken
NSU-Zweizylinder-Maschine mit 124 km/h einen neuen Motorrad-Weltrekord.
1914
Im Jahr des Kriegsausbruchs
kommt der legendäre NSU-Wagen vom Typ 5/15 PS heraus, der über
zehn Jahre lang gebaut wird. Auf der Brooklands-Bahn in London stellt der
britische Leutnant Stewart elf Weltrekorde mit NSU-Motorrädern auf.
1915
Für die Kraftfahrtruppen
der Heeresleitung wird ein zuverlässiges und geländetaugliches
neues Motorrad mit 3,5 PS Leistung aus einem Zweizylindermotor entwickelt.
Es wird zum meistgefahrenen deutschen Armee-Motorrad während des Ersten
Weltkrieges.
1918
Der Krieg ist zu
Ende. Die Ausfuhr, die bisher den Hauptteil des NSU-Geschäftes bildete,
liegt darnieder. Auch die Belieferung des Inlandes wird aufgrund der Rohsthoffknappheit
zum Problem. Das NSU-Armee-Motorrad überdauert den Krieg und bestimmt
die kommende Motorrad-Entwicklung der Firma.
Wanderer
1885
Das >Chemnitzer
Velociped-Depot Winkelhofer & Jaenicke< wird gegründet.
1898
Das Unternehmen
beginnt mit dem Bau von Fräsmaschinen.
1902
Die ersten Motorräder
mit 1,5 PS werden produziert.
1904
Unter dem Namen
>Continental< werden die ersten Wanderer-Schreibmaschinen ausgeliefert.
Das erste Wanderer-Automobil entsteht. Zunächst bleibt es jedoch bei
diesem Prototyp.
1911
Die endgültige
Konstruktion eines wirtschaftlichen Kleinwagens wird festgelegt: das >Wanderer
Puppchen< mit Vierzylindermotor, 1,5 Liter Hubraum und 12 PS erreicht
eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h.
1913
Beginn der Serienfertigung
des Wanderer >Puppchen<.
1915
Wanderer liefert
Tausende von Motorrädern und Fahrrädern an das Heer. Der >Wanderer-Puppchen<
bewährt sich im militärischen Einsatz
1916
Produktion der ersten
Continental-Addier- und Subtrahiermaschinen.
Horch
1899
August Horch gründet
in Köln-Ehrenfeld
1900
August Horch meldet
seinen >stoßfreien Zweizylindermotor< zum Patent an.
1901
Der erste Horch-Wagen
geht mit einer Spitzengeschwindigkeit von 32 km/h auf Testfahrt.
1902
Die Firma Horch
& Cie verlagert ihre Produktion nach Reichenbach im Vogtland.
1904
Das Unternehmen
wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Gleichzeitig verlegt sie ihren
Sitz nach Zwickau/Sachsen.
1906
Ein Horch-Wagen
gewinnt die zweite Herkomer-Fahrt.
1909
August Horch scheidet
aus der Leitung des Werkes aus.
1914
Das Doppelphaeton
18/50 PS kommt auf den Markt. Nach oben wird das Programm durch den Typ
25/60 PS abgerundet. In der unteren Preisklasse treten die Horchwerke mit
dem 14 PS-Pony an.
DKW
1904
Jörgen Skafte
Rasmussen gründet in Chemnitz zusammen mit seinem Freund Ernst die
>Rasmussen & Ernst GmbH<.
1906
Rasmussen erwirbt
eine stillgelegte Textilfabrik in Zschopau/Erzgebierge.
Das Unternehmen befaßt sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Maschinen, Metallwaren und Armaturen.
1912
Die Firma ändert
ihren Namen in >Zchopauer Maschinenfabrik J.S. Rasmussen<.
1914-1918
Das Unternehmen
stellt auf Kriegsproduktion um. Rasmussen startet den Versuch zu einem
Dampfkraftwagen, der jedoch aus Kostengründen eingestellt wird. Was
bleibt, sind die drei Anfangsbuchstaben des Projektes: >DKW<.
Audi
1909
Nach seinem Ausscheiden
aus der Firma Horch gründet August Horch die >August Horch Automobilwerke
GmbH<. Juristische Komplikationen machen jedoch eine neue Namensgebung
notwendig: aus Horch wird - in der lateinischen Übersetzung - Audi.
1910
Eintragung des Namens
>Audi Automobilwerke GmbH< ins Handelsregister.
1911
Horch gewinnt auf
eigenem Wagen den 1. Preis bei der Alpenfahrt des Österreichischen
Automobilclubs.
1912
Audi-Automobile
erringen bei der Alpenfahrt zwei erste Preise und zwei Silbermedaillen.
1914
Das Audi-Programm
umfaßt die kleinen Typen 8/22 PS 10/28 PS und 14/35 PS sowie die
Spitzenmodelle 18/45 PS und 22/55 PS. Sie erhalten ein typisches Design-Merkmal:
den Spitzkühler.
1916
Audi hat auf Produktion
von Granaten und leichten Minenwerfern umgestellt. Für das Heer wird
ein Raupenwagen entwickelt.
1917
August Horch entwickelt
unter Beteiligung von Spezialisten einen Panzerwagen.
Quelle: AUDI AG „Rad
der Zeit“
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